Silvia Szabó
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Das Abjekt – weder Subjekt noch Objekt, weder dem Ich noch der Dingwelt zugehörig bedrängt es die Identität, die autonome Ganzheit des Individuums, stößt an die Grenze, an die dünne Haut, mit der es sich gegen die herandrängende Welt schützt. Wird dieses Häutchen durchstoßen, branden archaische Empfindungen auf, reflexartig durchzucken sie das Subjekt, ergreifen den Körper, greifen das Ich in seiner Körperlichkeit an, unterwerfen das Ich seinem Körper, reißen die Schranken der Rationalität, der Sprache ein. Die Sinnesorgane und die Geschlechtsorgane, der Mund, das Auge, die Haut, die Vagina markieren die Schwelle zwischen Innen und Außen, zwischen dem Selbst und dem Anderen, die das Abjekt verletzt.